Deutsch
Palästinensische Gemeinschaft in Deutschland e.V. (PGD)
Kundgebungen in Deutschland – Stoppt die Aggression Israels in Gaza
Presseerklärung

Berlin, 10.07.2014 – Der Nahe Osten in Aufruhr – In lange nicht mehr gesehenen Ausmaßen steht der Gazastreifen wieder unter Dauerbeschuss und die Palästinenser in der Westbank bekommen die harte Hand Israels als Besatzungsmacht zu spüren.  Einige israelische Politiker, wie der derzeitige Außenminister Avigdor Liebermann oder der Wirtschaftsminister Naftali Bennett haben auch schon konkret eine Kollektivbestrafung  gefordert und das Palästinensische Volk als Ganzes als Feind und legitimes militärisches Ziel bezeichnet, welches sich dieser Tage in den Angriffen und den Bombardements des Gazastreifens seitens des israelischen Militärs manifestiert.

Die Palästinensische Gemeinschaft in Deutschland (PGD) verurteilt den militärischen Angriff Israels auf den Gazastreifen, der bisher 58 Palästinensern das Leben gekostet und 450 Zivilisten verletzt hat, in aller Schärfe und Deutlichkeit. Die PGD betrachtet diesen als „wiederholte Bestätigung für die Mordlust und Aggression Israels gegenüber den Palästinensern, sowie als Missachtung aller internationalen Gesetze und Menschenrechte“, so Suhail Abu Shammala, der Vorsitzender der PGD. Die PGD ruft die UN und explizit die Bundesregierung auf, endlich der Kriegstreiberei und Mordlust der israelischen Regierung Einhalt zu gebieten und Repressionen zu veranlassen. 

Um dieser Forderung Nachdruck zu verleihen und auf das israelische Unrecht aufmerksam zu machen, sowie sich mit den Menschen im Gazastreifen zu solidarisieren, veranstaltet die Palästinensische Gemeinschaft in Deutschland e.V. in Kooperation mit Palästinensischen Gemeinden und Vereinen in mehreren deutschen Städten Kundgebungen und Demonstrationen.

Dortmund
Donnerstag, 10.07.2014
um 18.30Uhr in der
Katharinenstr./Ecke Schmiedingstr.(Gegenüber Dortmund Hauptbahnhof)

Berlin
Freitag, 11.07.2014
um 18Uhr am
Potsdamer Platz

Stuttgart
Samstag, 12.07.2014
um 18Uhr
Am Schloßplatz
 
Jerusalem – Heilige Stadt unter Apartheid
Presseerklärung
Berlin, 06.Juni 2014 – Als Reaktion auf die anhaltende israelische Besatzung der heiligen Stadt Jerusalem und die völkerrechtswidrigen Verstöße Israels gegen die Stadt und ihre einheimischen palästinensischen Bewohner, sowohl christlichen als auch muslimischen Glaubens, wurden eine Vielzahl von Initiativen ins Leben gerufen.

Es muss auf diesem Wege auf den offenkundigen Rassismus und der Apartheid der israelischen Regierung aufmerksam gemacht werden. „Zahlreiche UN-Resolutionen, sowie  das Völkerrecht und die Grundsätze der Humanität werden von Israel missachtet“, konstatiert Suhail Abu Shammala, Vorsitzender der Palästinensischen Gemeinschaft in Deutschland e.V. , „die Organisation von Initiativen und konkreten Aktivitäten gegen die Besatzung erfordert das Engagement aller freiheitliebenden  Kräfte auf der ganzen Welt.“
Alle Verfechter des Friedens und der Freiheit müssen sich gegen die israelische Politik und ihre systematische und rassistische Homogenisierung der heiligen Stadt Jerusalem organisieren.

Die Palästinensische Gemeinschaft in Deutschland e.V. verurteilt und erinnert an die Besatzung Jerusalems im Jahre 1967 und beteiligt sich daher am 06.06.2014 und an den Tagen danach an den  Aktionen verschiedener Initiativen in Deutschland.

Im Rahmen dessen organisiert die Palästinensische Gemeinschaft in Deutschland e.V. in Zusammenarbeit mit einer Vielzahl von palästinensischen und arabischen Gemeinden in Berlin und Deutschland am Freitag, den 06.06.2014 in Berlin und Stuttgart Gedenkveranstaltungen, am 07.06. 2014 eine Mahnwache in  Bochum, wie auch am 08.06.2014 eine Kundgebung in Frankfurt, um auf das stetige Unrecht in Jerusalem aufmerksam zu machen. Dieses Datum fällt mit dem 47. Jahrestag der Besetzung des östlichen Teils Jerusalems, der Heimat der Al-Aqsa-Moschee, der Grabeskirche und anderen heiligen Stätten, zusammen.

 
66 Jahre Nakba - 66 Jahre Vertreibung
Presseerklärung

Berlin, 14.Mai 2014 - Der 14. Mai 1948: Was die Israelis als Beginn der Geschichte des eigenen Staates feiern, bedeutet für die Palästinenser eine Katastrophe (Nakba). Nakba symbolisiert die gewaltsame Vertreibung der palästinensischen Zivilbevölkerung aus ihren Häusern, Dörfern und ihrem Land, ihre Enteignung, den Raub ihrer wirtschaftlichen und natürlichen Ressourcen, die Verdrängung oder Auslöschung ihrer Geschichte, die systematische Diskriminierung der im Gebiet des heutigen Israel verbliebenen Menschen.

Im Zuge der Staatsgründung Israels 1948 wurden drei Viertel der arabischen Bevölkerung Palästinas vertrieben. Mit Einschüchterungen, Massakern  und Angriffen auf Dörfer und ZivilistInnen. In Deir Yassin, trieben die militärischen Verbände der zionistischen Bewegung die einheimische arabische Bevölkerung systematisch aus ihren Dörfern. Mit einem Schlag wurden rund 800 000 Menschen entwurzelt. 

In den Jahren nach der Staatsgründung versuchte die zionistische Armee, die Spuren der arabischen Gesellschaft weitgehend auszulöschen. Über 500 Dörfer wurden zerstört, Straßen und Dorfnamen geändert, die Vertriebenen enteignet. Auch den Palästinenser, die als intern Vertriebene innerhalb der neuen israelischen Grenzen lebten, wurde der Zugang zu ihren Häusern und Dörfern verweigert. Die neuen Tatsachen wurden durch verschiedene Gesetze zementiert. Rückkehrende Flüchtlinge wurden hart bestraft, viele erschossen. Einen Großteil des palästinensischen Landes eignete sich der israelische Staat an. 

Zur Vertuschung der ethnischen Säuberung wurden verschiedene Mythen gebildet. Es hieß, die Palästinenser seien freiwillig gegangen oder von arabischen Nachbarstaaten zur Flucht aufgefordert worden. Auch der alte Mythos vom "Land ohne Volk für ein Volk ohne Land" oder der "Wüste, die zum Erblühen gebracht wurde", sollte helfen, die Vertreibung zu leugnen. Diese Behauptungen halten historischen Fakten nicht stand. 

„Es ist bedauerlich, dass die Weltöffentlichkeit und besonders die Bundesregierung gegenüber diesem Unrecht schweigt und dass das Recht auf menschenwürdige Behandlung und das legitime Recht auf Rückkehr der Palästinenser mit Füßen getreten wird“, beschreibt Suhail Abu Shammala, Vorsitzender der Palästinensischen Gemeinschaft in Deutschland e.V. das Handeln der Bundesregierung und fordert von dieser „ihrer politischen Verantwortung gegenüber jedem Flüchtling gerecht zu werden und sich für ihre elementaren Menschen- und Bürgerrechte einzustehen.“

 
Die Besatzung Jerusalems
Presseerklärung

Berlin, 06.Juni 2014 – Als Reaktion auf die anhaltende israelische Besatzung der heiligen Stadt Jerusalem und die völkerrechtswidrigen Verstöße Israels gegen die Stadt und ihre einheimischen arabischen Bewohner, sowohl christlichen als auch muslimischen Glaubens, wurde das International Executive Commitee of the Global March to Jerusalem ins Leben gerufen.
Zudem muss auf diesem Wege auf den offenkundigen Rassismus und der Apartheid der israelischen Regierung aufmerksam gemacht werden. „Zahlreiche UN-Resolutionen, sowie  das Völkerrecht und die Grundsätze der Humanität werden von Israel missachtet“, konstatiert Suhail Abu Shammala, Vorsitzender der Palästinensischen Gemeinschaft in Deutschland e.V. , „Die Organisation von Initiativen und konkreten Aktivitäten gegen die Besatzung erfordert das Engagement aller freiheitliebenden  Kräfte auf der ganzen Welt.“
Alle Verfechter des Friedens und der Freiheit müssen sich gegen die israelische Politik und ihre systematische und rassistische Homogenisierung der heiligen Stadt Jerusalem organisieren.

Die Palästinensische Gemeinschaft in Deutschland e.V. verurteilt und erinnert an die Besatzung Jerusalems im Jahre 1967 und beteiligt sich daher am 06.06.2014 am International Executive Committee of the Global March to Jerusalem .

Im Rahmen dessen organisiert die Palästinensische Gemeinschaft in Deutschland e.V. am Freitag, den 06.06.2014 in Berlin und Stuttgart Gedenkveranstaltungen, am 07.06. 2014 eine Mahnwache in  Bochum, wie auch am 08.06.2014 eine Kundgebung in Frankfurt, um auf das stetige Unrecht in Jerusalem aufmerksam zu machen. Dieses Datum fällt mit dem 47. Jahrestag der Besetzung des östlichen Teils Jerusalems, der Heimat der Al-Aqsa-Moschee, der Grabeskirche und anderen heiligen Stätten, zusammen.

 
Tag der Gefangenen
Presseerklärung

Berlin, 15.April 2014 – Seit 1974 wird jährlich am 17. April an die palästinensischen Gefangenen in israelischen Gefängnissen gedacht. Diesen Tag erklärte auch die Arabischen Liga einige Jahre später zum Gedenktag der arabischen und palästinensischen Gefangenen. 

Um die Rolle der Gefangenen zu würdigen, bauten die Palästinenser 1998 das Ministerium für Gefangene auf. 
„Gefordert wird eine juristische Definition der Rechte der Gefangenen in israelischen Gefängnissen und die Regulierung  ihres Status als Kriegsgefangene einer Besatzungsmacht gemäß den völkerrechtlichen Regelungen der Haager Landkriegsordnung von 1907 und des III. Genfer Abkommen von 1949. Im Rahmen dieser Kampagne soll beim Internationalen Gerichtshof in Den Haag ein entsprechender Antrag gestellt werden, der zusätzlich die Verpflichtungen Israels als Besatzungsmacht festhalten soll“, erklärt Suhail Abu Shammala, Vorsitzender der Palästinensischen Gemeinschaft in Deutschland (PGD) e.V. das Ziel dieser Einrichtung.

Heute befinden sich in 17 israelischen Gefängnissen und Internierungslagern über 6.000 palästinensische Häftlinge, darunter 245 Kinder, 37 Frauen, 12 Abgeordnete und mehrere politische Führer. Zudem befinden sich 178 „Administrativhäftlinge“ in israelischen Gefängnissen. Ihnen wird jeglicher Zugang zu einem Gericht oder anwaltlichem Beistand verwehrt.

815 Männer und fünf Frauen wurden zu mehrfach lebenslänglichen Haftstrafen verurteilt, 136 Palästinenser sind seit mehr als 20 Jahren und vier Personen seit mehr als 30 Jahren inhaftiert. Mit seinen 82 Jahren ist Sami Younis der älteste Gefangene. Seit 34 Jahren hält Israel Nael Barghouti fest und er ist damit der am längsten inhaftierte Palästinenser. 
„Rund 1.500 schwer erkrankte Palästinenser benötigen dringend medizinische Versorgung, die ihnen im Gefängnis nicht gewährleistet wird“, konstatiert Suhail Abu Shammala die dramatischen Verhältnisse in israelischen Gefängnissen. „Verweigerte medizinische Behandlung zählt zur Folter, worunter zwei Häftlinge in diesem Jahr bereits in israelischen Gefängnissen verstorben sind“, gibt er ferner zu bedenken.

Nach Angabe internationaler humanitärer Organisationen werden derzeit mehr als 1.000 palästinensische Gefangene von israelischen Ärzten in den Gefängnissen und Haftanstalten für medizinische Experimente missbraucht.

Der israelische Gerichtshof hat zwar Folter als Verhörmethode im September 1999 verboten, dennoch wird diese regelmäßig angewandt. Hierzu gehören Schläge, insbesondere in die Magengegend, in den Genitalbereich  und auf den Hinterkopf, starkes Schütteln, Isolationshaft, erzwungenes Harren in schmerzhaften Positionen sowie Schlaf- und Essensentzug. Seit Juni 1967 sind durch israelische Folter und fehlender medizinischer Versorgung 202 Palästinenser in israelischen Gefängnissen getötet worden. 

Seit Juni 1967 hat die israelische Besatzungsmacht insgesamt 750.000 Palästinenser verhaftet. Darunter befanden sich 75.000 Frauen und zehntausende Kinder. Seit Beginn der Zweiten Intifada, im September 2000, nahmen Besatzungssoldaten mehr als 70.000 Palästinenser, darunter 8.000 Minderjährige und 850 Frauen, fest. 

Im Interesse der humanitären Idee der UN-Menschenrechtscharta muss der israelischen Ignoranz gegenüber dem Leben und der Freiheit Anderer endgültig Einhalt geboten werden. „Das Leben der 25 an Krebs erkrankten palästinensischen Häftlingen, die illegale Administrativhaft, die Folter und die unzähligen Unschuldigen, Kinder und Frauen in den Gefängnissen, sollte für die internationale Gemeinschaft Grund genug sein, politisch und menschlich zu agieren.“, so Suhail Abu Shammala.

 
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