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Weiterer Palästinenser stirbt in israelischer Gefangenschaft

Presseerklärung

Berlin - 03. April 2013. Der 64-jährige Maysara Abu Hamdiyeh hatte Kehlkopfkrebs und wurde im israelischen Gefängniskrankenhaus Soroka medizinisch nur notdürftig behandelt. Insgesamt befinden sich 25 Krebspatienten ohne umfassende medizinische Versorgung in israelischen Gefängnissen.

Maysara Abu Hamdiyeh starb am 02. April 2013, drei Tage nachdem er ins Soroka Krankenhaus in der Stadt Be'er Sheva eingeliefert wurde.

Abu Hamdiyeh befand sich seit 2002 in israelischer Gefangenschaft und erkrankte an Kehlkopfkrebs, der nach den Angaben seines Anwalts lediglich mit Schmerzmitteln behandelt wurde. „Verweigerung der medizinischen Behandlung zählt zur Folter, an der bereits zwei Häftlinge in diesem Jahr in israelischen Gefängnissen gestorben sind“, konstatierte Suhail Abu Shammala, Vorsitzender der Palästinensischen Gemeinschaft in Deutschland (PGD), die Situation der palästinensischen Gefangenen.

Angemessene medizinische Versorgung ist ein Menschenrecht, das in der Menschenrechtscharta der Vereinten Nationen verankert ist. Doch dieses Menschenrecht stand nach israelischer Ansicht Maysara Abu Hamdiyeh nicht zu. Im Interesse der humanitären Idee der UN-Menschenrechtscharta muss der israelischen Verachtung menschlichen Lebens endgültig Einhalt geboten werden. „Das Leben der 25 an Krebs erkrankten palästinensischen Häftlinge sollte für die internationale Gemeinschaft Grund genug sein, politisch und menschlich zu agieren“, so Suhail Abu Shammala.

Um dieser Forderung Nachdruck zu verleihen, ruft die Palästinensische Gemeinschaft in Deutschland auf zur Kundgebung am

Donnerstag, 04.04.2013
von 17.30 - 19.30 Uhr
am Brandenburger Tor, Berlin.